Lancia Delta S4
Der Delta S4 war ein Gruppe B Rally Auto, welches 1985 von Lancia gebaut wurde
um, die Rallyweltmeisterschaft wieder nach Italien zuholen. Wie schon beim
Stratos und Lancia Rally war der einzige Sinn und Zweck der Konstruktion
Rallysiege zu erlangen. Was nebenbei gesagt, auch gelang. Eine besondere
Stellung nimmt der ECV ein. Er besaß das selbe Fahrwerk wie der S4,
aber einen komplett anderen Motor. Er wurde von 2 KKK Turboladern aufgeladen.
Die Ventile des 16 V lagen diagonal versetzt im Brennraum des 1759ccm großen
Vierzylinder. Der Wagen sollte in der Gruppe S starten, die aber nie gegründet
wurde. Der ECV 2 wurde auf dem Chassis des ECV1 gebaut und steht heute
im Lancia Werks Museum in Turin.
Chassis:
Das Chassis besteht aus
einem Rohrrahmen, der Aufbau aus Verbundstoffen.
Die Karosserie bestand aus drei Teilen, der vorderen
Klappe, der Fahrerzelle und dem Heckteil, welches
sich komplett aufklappen ließ.
Er hatte mit der äußeren Erscheinung des
normalen Delta rein gar nichts zu tun. Er war breiter,
länger und flacher als die Serien Deltas.
Motor:
Nun zu den interessanten
Details der Plastik-Flunder, dem Motor. Dieser ruhte
zwischen den Achsen, also ein Mittelmotor. Nix besonderes
in der Gruppe B. Aber was sich unter der Kunststoff
Heckklappe befand, das war etwas besonderes. Ein
4Zylinder mit1759ccm 4Ventiltechnik und Aufladung.
Nicht so toll, oder? Naja, Aufladung ist etwas untertrieben,
man kombinierte einen Turbolader und einen Volumexkompressor,
welcher dem nur 960kg schweren Auto ungeahnte Fahrleistungen
ermöglichten. Die beiden Kompressoren ergänzen
sich, das heißt, im unteren Drehzahlbereich
läuft erst mal nur der Volumex Kompressor, im
mittleren Bereich beide und im oberen läuft
nur noch der Turbolader alleine. Nimmt man nur kurz
Gas weg und tritt dann wieder voll rein, laufen beide
Kompressoren, bis sich der Volumex Kompressor wieder
drehzahlabhängig abkoppelt. Der Motor erhielt
kühle Luft durch 2 Ladeluftkühler die das
Format von Rückenlehnen im Auto hatten. Der
Motor leistete als Stradale (Strassen version) 250PS/
6750/min, in der Rally Version offiziell 480ps/ 8400/min.
Antrieb:
Der Antrieb war genau so
kompliziert wie der Motor, das Getriebe saß in
der Mitte des Fahrzeuges und verteilte die Kraft
variabel nach hinten und vorne. Der Wagen besaß in
der Rallyversion ein 5gang Getriebe mit Innenleben
von Hewland, in der Stradaleversion ein ZF Getriebe.
Die Stradaleversion musste zu dem noch ohne die vordere
Differentialsperre auskommen, auch die Verteilung
der Antriebskraft wurde festgelegt (30% vorne 70%
hinten ), dies war im Rally S4 variabler ausgelegt.
Die Kraft wurde im Rally S4 zu einem zentralen Planetengetriebe
geleitet,welches die Kraft variabelvon 25-75% an
der Vorderachse und 40-60% an der Hinterachse verteilte.
Das Zentraldifferential konnte völlig gesperrt
werden, an Vorder nund Hinterachse gab es zu dem
noch manuelle Differentialsperren.
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